Verkehrskontrollen mit Schwerpunkt Drogenerkennung im Straßenverkehr

Ein großes Aufgebot an Einsatzkräften von Polizei und Zoll hat am Mittwoch, 6. Mai, in der Zeit von 12.45 Uhr bis 18.30 Uhr, in Bremerhaven Verkehrskontrollen vorgenommen. Der Fokus lag auf Fahrzeugführenden, die im Verdacht standen, ein Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln wie Drogen, Alkohol oder Medikamenten zu führen.

Die Kontrollen waren Teil der 9. Bremer Aktionswoche „Drogen im Straßenverkehr“ (DiS). Während der Aktion in Bremerhaven wurden an zwei Kontrollstellen sowie durch mobile Kontrollen im Stadtgebiet mehr als 500 Verkehrsteilnehmende kontrolliert. Bei

36 Personen wurde durch positive Vortests der Verdacht der Betäubungsmittel- oder Alkoholbeeinflussung im Straßenverkehr erhärtet und ihnen wurde eine Blutprobe entnommen. Diese Blutproben zogen vier Straf- und 32 Ordnungswidrigkeitenanzeigen nach sich. Des Weiteren fertigten die Einsatzkräfte in zehn Fällen weitere Strafanzeigen. Davon 4x wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, 2x wegen Urkundenfälschung, 2x wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und 1x wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Zusätzlich war eine Person mit einem gestohlenen E-Scooter aufgefallen. Auch hierzu fertigten die Einsatzkräfte eine Strafanzeige und stellten den E-Scooter sicher. Darüber hinaus stellten die Beamtinnen und Beamten einen Schlagstock, eine Machete, ein Einhandmesser, sowie vier sogenannte Polenböller sicher, was ebenfalls Ordnungswidrigkeitenanzeigen zur Folge hatte.

Die Kontrollmaßnahmen, stationär und auch mobil, wurden von spezialisierten Polizistinnen und Polizisten auch aus anderen Bundesländern sowie aus dem nahen europäischen Ausland (Schweiz und Österreich) in Zusammenarbeit mit Bremerhavener und Bremer Polizeikräften sowie dem Zoll durchgeführt. Beteiligt war zudem die Staatsanwaltschaft. Der Bremerhavener Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) übernahm den Aufbau der Kontrollstelle und versorgte die Einsatzkräfte. Das Deutsche Rote Kreuz stellte einen Sanitärcontainer zur Verfügung.

Alkohol, Drogen und Co. führen zu deutlichen Reaktionsverzögerungen. Deshalb gilt: Wer sich unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln ans Steuer oder an den Lenker setzt, gefährdet sich und andere. Die Folgen sind nicht selten Unfälle – im schlimmsten Fall mit Schwerstverletzten oder Todesopfern. Dementsprechend hat der Gesetzgeber das Fahren unter Alkohol und Drogen unter Strafe gestellt, die hohe Bußgelder und auch den Entzug der Fahrerlaubnis nach sich ziehen können.

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