Tag der Verkehrssicherheit – Zwei Räder, ein Ziel: Null Unfälle.

Jährlich sterben in Deutschland fast 3000 Menschen im Straßenverkehr. Das sind keine unvermeidbaren Schicksale: Unsere Straßen können sicherer werden. Darauf machen am 20. Juni, dem Tag der Verkehrssicherheit, wieder zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen in ganz Deutschland aufmerksam – organisiert von lokalen Organisationen wie Polizeien, Verkehrswachten, Schulen oder Gemeinden. Der Tag der Verkehrssicherheit ist eine Gelegenheit, um die Bevölkerung für die Bedeutung von Verkehrssicherheit zu sensibilisieren und zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr beizutragen.

Unter dem Motto „Zwei Räder, ein Ziel: Null Unfälle“ steht in diesem Jahr die Sicherheit von Motorradfahrenden im Fokus. Während sich der Schutz von Insassen in Pkw, Lkw und Bussen durch technische Innovationen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat, sind Verkehrsteilnehmende ohne schützende Fahrzeugkarosserie weiterhin besonders gefährdet. Motorradfahrende tragen dabei ein überdurchschnittlich hohes Risiko im Straßenverkehr.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf: Im Jahr 2024 verunglückten insgesamt 27.934 Motorradfahrende bei Straßenverkehrsunfällen, 513 Menschen verloren dabei ihr Leben. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, gezielt über Risiken aufzuklären und wirksame Maßnahmen für mehr Sicherheit zu fördern.

Der Anteil der im Straßenverkehr getöteten Motorradfahrenden ist seit Jahren sehr hoch. Zudem verunfallen viele Bikerinnen und Biker bei Alleinunfällen. Häufige Unfallursachen sind unangepasste Geschwindigkeit, mangelnder Sicherheitsabstand und riskante Überholmanöver. Um ihr Unfallrisiko zu senken, setzt sich der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) u.a. für infrastrukturelle Maßnahmen ein, zum Beispiel zur Umsetzung des Merkblatts zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Motorradstrecken. Auch fahrzeugtechnische Maßnahmen können zur Erhöhung der Motorradsicherheit beitragen.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V. wurde im Jahr 1969 gegründet. Aufgrund der damals stetig wachsenden Zahl getöteter und schwerverletzter Verkehrsteilnehmender entschied u. a. der damalige Bundesverkehrsminister Georg Leber, dass es notwendig sei, Ressourcen zu bündeln und wirksame Maßnahmen zu entwickeln und zu koordinieren, um den Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer zu gestalten.

Seit dem Jahr 2007 ist die Vision Zero die leitende Strategie für die Verkehrssicherheitsarbeit. Unter dem Leitsatz „Niemand kommt um, alle kommen an” verfolgt der DVR einen gefährdungsorientierten Ansatz: Priorität haben Maßnahmen, die die Zahl der Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr besonders effizient und nachhaltig senken – seien sie

In Zusammenarbeit u. a. mit Unfallkassen, Berufsgenossenschaften, Verbänden und Forschungseinrichtungen erarbeitet der DVR Empfehlungen an Politik und Industrie, die wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung von Verkehrsunfällen vorsehen.

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