TISPOL - "Grenzen überschreiten - Leben retten"
Polizei Bremerhaven ist Teil des Aktionsbündnisses
TISPOL - Verkehrssicherheit durch Verkehrsüberwachung
„Straßen ohne Verkehrstote und Schwerverletzte.“ Dieser Ansatz begründet eine gemeinsame Verantwortung der Verkehrsteilnehmer, der Behörden und aller sonstigen Akteure auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit.
Das gilt auch – und vielleicht sogar in besonderer Weise – für den gewerblichen Personen- und Güterverkehr, bei dem Verkehrsunfälle oft dramatische Folgen nach sich ziehen und das subjektive Sicherheitsempfinden nachhaltig beeinträchtigen.
Das Hauptanliegen von TISPOL besteht darin, Europas Straßen für jeden Verkehrsteilnehmer sicherer und ungefährlicher zu machen. Ein konkretes Ziel lautet: Bis zum Jahr 2020 die Zahl der auf Europas Straßen getöteten Personen um 50 Prozent zu reduzieren.
Die Ortspolizeibehörde Bremerhaven beteiligt sich seit vielen Jahren an den gemeinsamen Bemühungen des EU-Verbundes und führt im Stadtgebiet von Bremerhaven jeden Monat mehrere Schwerpunktkontrollen zu den Themen
- Geschwindigkeitsüberschreitungen,
- Einfluss von Alkohol und Drogen
- und Nichtanlegen des Sicherheitsgurts (einschl. Helme u. Kindersitze)
und speziell LKW und Busse:
- Fahrer von Lastwagen und Bussen verstoßen gegen die Lenk- und Ruhezeitvorschriften,
- die Übermüdung von Fahrern
- und die Ablenkungen beim Fahren, insbesondere durch Nutzung von Technik (z.B. Mobiltelefon).
Im vergangenen Jahr wurden in Bremerhaven 3226 LKW der Klassifizierung RL 2010/47/EU überprüft. Dabei gab es 166 Beanstandungen. 201x wurden Mängel bei den Lenk- und Ruhezeiten festgestellt, die 48xzur Untersagung der Weiterfahrt führten. 101x wurden Mängel bei Gefahrguttransporten festgestellt.
TISPOL steht für "Traffic Information System Police" und ist ein Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union mit Hauptsitz in London.
Ziele von TISPOL sind:
- Die Anzahl von Verkehrstoten und -opfern auf Europäischen Straßen reduzieren.
- Straßenverkehrsbehörden und Verkehrspolizeien in Europa zusammenzubringen, um zusammenzuarbeiten und praktische Erfahrungen auszutauschen.
- Organisation und Koordinierung europaweiter Einsätze und Kampagnen.
- Überwachung und Ausbildung fördern, die auf Forschung, Auswertung und Information aufgebaut ist, um auf diese Weise ein leistungsstarkes und zielorientiertes Ausbildungs- und Überwachungsprogramm zu erstellen.
- Die Forschung im Bereich der Verkehrssicherheit in die Wege zu leiten und zu unterstützen.
- Eine kompetente und koordinierte Polizeimeinung zu Themen der Verkehrssicherheit zur Verfügung zu stellen.
Alle EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und die Schweiz haben sich diesem Verkehrssicherheitskonzept angeschlossen.

