Unwetterwarnung für die Nordseeküste
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie sagt für das Hochwasser in der Nacht zu Donnerstag (Hochwasser in Bremerhaven: 1.45 Uhr) einen um über 1 bis 1,5 Meter erhöhten Wasserpegel zum mittleren Tidehochwasser für die Seestadt voraus. Darüber hinaus gilt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes.
In den hochwassergefährdeten Bereichen an der Geeste, Am Alten Vorhafen und an der Geestemole Süd kann es möglicherweise zu Überflutungen kommen. Autofahrern, die ihre Fahrzeuge in diesen Bereichen zum Parken abgestellt haben, wird geraten, diese zu entfernen, da sie sonst vom Hochwasser betroffen sein könnten.
Weiterhin können den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zufolge Windböen mit bis zu Stärke 12 über Bremerhaven ziehen. Bereits am Mittwoch sind bis zu den Abendstunden Sturmböen möglich, in der Nacht nimmt der Wind noch bis auf Orkanstärke zu. Daher sollten alle Verkehrsteilnehmer und Fußgänger Vorsicht walten lassen. Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!
Die amtliche Unwetterwarnung für den Zeitraum Mittwoch, 16. Februar, 22 Uhr, bis Donnerstag, 17. Februar, 18 Uhr, lautet: "Es treten Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 km/h (25m/s, 48kn, Bft 10) und 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 130 km/h (36m/s, 70kn, Bft 12) gerechnet werden. Ab dem späten Mittwochabend Böen zwischen 90 und 120 km/h (Bft 10-12) aus Südwest. In Schauernähe und in exponierten Lagen vorübergehend auch bis 130 km/h. Am Donnerstagfrüh auf West bis Nordwest drehend. Ab Donnerstagnachmittag langsam nachlassend.
Am Freitag nähert sich von Westen her ein weiteres Orkantief Deutschland. Im Tagesverlauf frischt der Südwestwind kräftig auf und erreicht am Nachmittag bereits Sturmböen. Im Laufe des Abends nimmt der Wind weiter zu und erreicht Böen zwischen 100 und 120 km/h, stellenweise sind auch Orkanböen bis 140 km/h nicht ausgeschlossen. Im Nachverlauf zieht das Starkwindfeld ostwärts weiter und der Wind lässt nach. Die genaue Zugbahn des Orkantiefs und damit die Vorhersage der Windgeschwindigkeiten ist noch unsicher."
Die Empfehlung der Polizei: Sofern Sie über ein Smartphone verfügen, installieren Sie sich die kostenlosen Warnmelde-Apps "Nina" oder "Katwarn". Über diese werden Sie aktuell gewarnt, sobald Unwetter-Warnungen oder ähnliche Mitteilungen aus Sicht der Katastrophenabwehr an die Öffentlichkeit gegeben werden.
Weiterhin empfehlen wir einen Blick auf die Internetseiten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), auf denen sich unter anderem Empfehlungen zur Vorbereitung auf Wetterphänomene finden.

