Hochwassersaison beginnt !

Die Hochwassersaison steht bevor!

Die meisten Bremerhavener kennen das:
Im Herbst und im Frühjahr ist die Gefahr von Stürmen nicht zu unterschätzen. Gerade an der Nordseeküste geht ein Sturmtief zu dieser Jahreszeit oft mit einem erhöhten Pegelstand der Weser einher. Bei einer sogenannten 'Westlage' drückt der starke Wind das Wasser über die Ufer und es kommt zu Überschwemmungen.
Es gibt Bereiche in Bremerhaven, da sollte zu dieser Zeit lieber nicht geparkt werden.

Wie zum Bespiel auf den Parkplätzen vor der Weserfähre. Große Schilder weisen auf die Gefahren hin. Doch immer wieder stellen hier Pendler und Fahrgäste ihre Fahrzeuge in der Gefahrenzone ab und sind dann bei einer beginnenden Überflutung nicht in der Lage, ihr Eigentum zu sichern.

Die Polizei, Feuerwehr und Abschleppunternehmen haben dann die Aufgabe, die Fahrzeuge aus der Gefahrenzone zu bergen. Das ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden und sicher vermeidbar.

Interessierte können sich über die Wetterlage bei verschiedenen Anbietern informieren. Zum Beispiel bei dem Deutschen Wetterdienst. Hier können auch Warn-Apps heruntergeladen werden.

 

Gut vorbereitet auf Hochwasser

Das Wasser steigt und es ist kein Ende in Sicht. Jetzt ist immer noch Zeit, sich vorzubereiten.

    Besorgen Sie zum Schutz Sandsäcke, Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon.
    Schauen Sie, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien nicht vom Wasser erreicht werden können.
    Bringen Sie wertvolle Möbel oder Geräte wie Computer etc. in die oberen, hochwassergeschützten Räume.
    Sichern Sie den Heizöltank gegen den Auftrieb durch das Wasser, indem Sie ihn z. B. an der Wand verankern oder mit
    Ballast beschweren.
    Besorgen Sie ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser, ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio, eine
    Taschenlampe, einen Campingkocher und eine Campingtoilette. Halten Sie Ihre Tasche mit den wichtigsten Dokumenten 
    bereit. Mehr Infos finden Sie im Kapitel „Notgepäck“ und „Dokumentensicherung“.
    Denken Sie auch an Insektenschutzmittel, falls nach Rückgang des Hochwassers Mücken und andere Schädlinge ins Haus
    kommen.

Ganz wichtig!

Halten Sie sich auf dem Laufenden! Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen über Rundfunk, Internet oder Videotext.

Machen Sie sich frühzeitig Gedanken über:

    die Versorgung Kranker oder Hilfebedürftiger. Können Sie diese Personen rechtzeitig aus der Gefahrenzone evakuieren.
    Wohin?
    die Evakuierung von Haustieren.
    die Möglichkeiten, sich mit Nachbarn oder anderen zu besprechen, wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen. Sprechen Sie
    mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen ab.
    die „Rollenverteilung“ für den Notfall. Wer macht was?  Behalten Sie die Ruhe und Besonnenheit. Prüfen Sie, ob Ihre
    Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
    Räumen Sie die Kellerräume, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können, aus.
    Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.

Richtig Handeln bei Hochwasser
Im Haus

    Behalten Sie die Ruhe und Besonnenheit. Prüfen Sie, ob Ihre Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
    Räumen Sie die Kellerräume, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können, aus.
    Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.
    Schalten Sie elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die
    Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus).
    Überprüfen Sie Rückstauklappen im Keller.

Im Auto

    Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.
    Achtung! Tiefgaragen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden.
    Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer
    Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.
    Lassen Sie Ihr Fahrzeug abschleppen, wenn es bis über die Räder im Wasser steht.

Retten Sie Leben

    Helfen Sie anderen, aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
    Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit.
    Fahren Sie wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen nicht in überflutenden Gebieten mit
    Booten oder anderen Fahrzeugen unnötigerweise „spazieren“.
    Betreten Sie keine Uferbereiche wegen der Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen. Überflutete oder teilüberflutete
    Straßen dürfen nicht befahren werden.
    Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte.

 

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