Heute ist Tag der Kriminalitätsopfer
„Wer sich gegen Hass und Hetze stellt, betreibt aktiven Opferschutz“, sagt Jörg Ziercke, Bundesvorsitzender des Weißen Rings. „Er beschützt Menschen – und er beschützt gleichzeitig die Demokratie, die nach wie vor beste, sicherste und freiste Staatsform, die wir je hatten.“ Mit dem 30. „Tag der Kriminalitätsopfer“ am 22. März möchte der Weiße Ring eine breite Öffentlichkeit dafür sensibilisieren und hat deshalb den Schwerpunkt in diesem Jahr auf die Bekämpfung von Hass und Hetze im Internet gelegt. In ganz Deutschland finden an diesem Tag Aktionen der rund 2.900 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins statt – wegen der Corona-Einschränkungen zumeist digital. Die Ortspolizeibehörde Bremerhaven arbeitet seit Jahren eng mit der Bremerhavener Außenstelle des Weißen Rings zusammen.
Der „Tag der Kriminalitätsopfer“ erinnert seit 1991 in jedem Jahr am 22. März an die Situation der durch Kriminalität und Gewalt geschädigten Menschen, die auf Schutz, praktische Hilfe und Solidarität der Gesellschaft angewiesen sind. Vor allem Politiker, Justiz und Verwaltung werden an diesem Tag zum Handeln aufgefordert und die Gesellschaft soll für die Belange der Opfer sensibilisiert werden.
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass sich viele Betroffene selber gar nicht als Opfer sehen, sich schämen Opfer geworden zu sein oder die erlittene Tat so schnell wie möglich vergessen wollen. Dass sie dennoch die notwendige Hilfe erhalten können, ist ein Anliegen aller im Opferschutz Aktiven.
Der Polizei kommt hierbei seit jeher eine besondere Rolle zu. Oftmals sind die Beamtinnen und Beamten der erste und leider auch in vielen Fällen der einzige Kontakt zum Opfer. Viele der Opfer scheuen sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Daher ist es wichtig, Opferschutz und Opferhilfe als Selbstverständlichkeit zu nehmen und ihnen ihre Ängste vor Strafanzeige und dem anstehenden Verfahren zu nehmen.
An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass jeder Mensch jederzeit Opfer einer Straftat werden kann, aber nicht damit allein bleiben muss. Daher werden an diesem Tag wieder umfangreiche Hinweise auf die Unterstützungsangebote der unterschiedlichen Hilfeeinrichtungen gegeben und ebenso wertvolle Hinweise, wie präventive Vorsorge in den diversen Deliktsfeldern geleistet werden kann. Dazu kommen verhaltensorientierte Strategien, man selbst vermeiden kann, Opfer von Kriminalität zu werden.


